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Babybauch Fotos selber machen: So gelingt die Monatsreihe

· 4 Min. Lesezeit

Ein Babybauch-Foto pro Monat wird erst zur Reihe, wenn Ort, Licht, Abstand und Kleidung gleich bleiben. So baust du dir mit wenig Aufwand ein Bild, das du später gern anschaust.

Schwangere Frau fotografiert ihren Bauch vor dem Spiegel im gleichen Licht wie im Vormonat.
Foto: Yan Krukau, Pexels (Pexels-Lizenz)

Warum dasselbe Bild den Unterschied macht

Ein einzelnes Babybauch-Foto zeigt einen Moment. Erst die Reihe zeigt, was in neun Monaten passiert. Damit das funktioniert, muss möglichst wenig zwischen den Aufnahmen wechseln. Wenn Ort, Licht, Abstand und Kleidung gleich bleiben, verändert sich im Bild fast nur eine Sache: dein Bauch. Genau das macht die Reihe später so eindrücklich, auch wenn jedes einzelne Foto für sich unspektakulär wirkt.

Du brauchst dafür kein Studio und keine teure Kamera. Ein Handy reicht. Wichtiger als die Technik ist die Wiederholung derselben kleinen Entscheidungen, jeden Monat aufs Neue.

Der richtige Ort und das richtige Licht

Such dir einen festen Platz in der Wohnung, an dem du jeden Monat fotografierst. Eine freie Wand ohne Muster eignet sich gut, weil sie nicht ablenkt und sich nicht verändert, wenn du mal umräumst. Ein Fenster in der Nähe ist hilfreich: Tageslicht ist weicher als Kunstlicht und verfälscht Hautton und Farben weniger.

Versuch, immer zur ähnlichen Tageszeit zu fotografieren, etwa am Vormittag oder kurz vor dem Abendessen. Licht verändert sich im Tagesverlauf stark, und ein Foto um neun Uhr morgens sieht anders aus als eines um sieben Uhr abends. Wenn du eine feste Zeit hast, die ohnehin zu deinem Alltag passt, fällt dir das Ritual leichter, und du vergisst es seltener.

Abstand und Blickwinkel

Der Abstand zur Kamera entscheidet darüber, ob die Fotos später zusammenpassen. Am einfachsten ist eine Markierung auf dem Boden, zum Beispiel ein Stück Malerkrepp. Du stellst dich jedes Mal auf dieselbe Stelle, die Kamera bleibt auf derselben Höhe und im selben Winkel. Ein kleines Stativ oder eine Handyhalterung hilft dabei, weil du die Position dann nicht jedes Mal neu schätzen musst.

Fotografiere seitlich, nicht frontal. Von der Seite ist die Wölbung des Bauchs über die Monate am besten zu erkennen. Eine Hand auf dem Bauch oder beide Hände in ähnlicher Position geben der Reihe zusätzlich etwas Wiedererkennbares.

Kleidung und Pose

Trag für die Fotos möglichst ähnliche Kleidung, zum Beispiel immer ein eng anliegendes Oberteil oder denselben Rock mit hoher Taille. Es muss nicht das identische Stück sein, aber Schnitt und Farbe sollten sich ähneln. Weite Kleidung verschleiert die Veränderung, enge Kleidung zeigt sie deutlicher.

Auch bei der Pose hilft Wiederholung. Stell dich immer gleich hin, mit demselben Fuß leicht nach vorn oder mit beiden Füßen parallel, wie es dir angenehm ist. Je weniger du bei jedem Foto neu überlegen musst, desto eher bleibt das Vorhaben über Monate durchhaltbar, auch an Tagen, an denen du müde bist und eigentlich keine Lust auf Fotos hast.

Technik: Selbstauslöser, Stativ oder Partner

Wenn niemand da ist, der das Foto macht, hilft ein Selbstauslöser mit Timer. Die meisten Handykameras haben eine Funktion dafür, oft mit drei oder zehn Sekunden Verzögerung. Ein kleines Stativ für wenige Euro macht die Sache deutlich einfacher als das Handy an die Wand zu lehnen.

Wenn ein Partner oder eine Partnerin mitfotografiert, sprecht kurz ab, aus welcher Höhe und mit welchem Abstand das Foto entstehen soll, am besten anhand des letzten Fotos als Vergleich. So bleibt die Reihe auch dann konsistent, wenn nicht immer dieselbe Person auslöst.

Wann im Monat fotografieren

Leg dir einen festen Tag fest, zum Beispiel immer am Ende der Schwangerschaftswoche, die zu deinem errechneten Termin passt, oder einfach am selben Kalendertag jeden Monat. Manche nehmen den Tag, an dem der Mutterpass-Termin war, andere den ersten Sonntag im Monat. Wichtig ist nur, dass du einen Rhythmus hast, den du dir merken kannst, ohne extra daran denken zu müssen.

Einige Apps für die Schwangerschaft, darunter auch Lunabia, legen für jeden Monat ein Bauchfoto in der App ab und zeigen die Reihe später nebeneinander. Das ersetzt nicht die eigene Sorgfalt bei Licht und Abstand, hilft aber dabei, kein Foto zu vergessen und am Ende eine vollständige Reihe zu haben.

Was du im Nachhinein noch anpassen kannst

Falls ein Foto heller oder dunkler als die anderen geworden ist, lässt sich das mit der Bearbeitungsfunktion im Handy meist gut ausgleichen. Ein leichter Helligkeits- oder Kontrastabgleich reicht oft aus, ohne dass du zu starken Filtern greifen musst. Starke Filter verändern Hautton und Proportionen, das wirkt in einer Reihe dann eher irritierend als stimmig.

Wenn du magst, kannst du am Ende alle Fotos nebeneinander anordnen, chronologisch sortiert, damit der Verlauf auf einen Blick sichtbar wird. Das lohnt sich besonders für die letzten Wochen vor der Geburt, wenn sich von Monat zu Monat am meisten verändert hat und der Unterschied zum ersten Foto am größten ist.

FAQ

Ab welcher Woche sollte ich mit Babybauch-Fotos anfangen?

Du kannst theoretisch ab dem positiven Test anfangen, sichtbar wird die Wölbung bei den meisten aber erst ab etwa der 12. bis 16. Woche. Manche starten erst dann bewusst mit der Reihe, andere fotografieren von Anfang an, um auch die Zeit davor zu dokumentieren.

Wie oft sollte ich ein Babybauch-Foto machen?

Einmal im Monat reicht völlig aus, um die Veränderung über die Schwangerschaft sichtbar zu machen. Wer mag, kann in den letzten Wochen auf einen wöchentlichen Rhythmus wechseln, weil sich dann mehr in kürzerer Zeit verändert.

Welches Licht ist am besten für Babybauch-Fotos?

Weiches Tageslicht von der Seite, etwa durch ein Fenster, wirkt natürlicher als direktes Blitzlicht oder Deckenlampen. Am einfachsten ist es, jeden Monat zur gleichen Tageszeit am gleichen Fenster zu fotografieren.

Brauche ich ein Stativ für die Fotoreihe?

Nötig ist es nicht, aber hilfreich, weil du so Abstand und Höhe jeden Monat gleich halten kannst. Ohne Stativ reicht auch eine Markierung auf dem Boden und ein Partner oder eine Partnerin, die das Handy aus ähnlicher Position hält.

Dieser Text ersetzt keinen Besuch bei deiner Ärztin oder Hebamme. Bei Beschwerden, Schmerzen oder Sorgen wende dich an sie, auch nachts.

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